Im Rahmen des deutsch-französischen Tages am 22. und 23. Januar nahmen Maïa, Lara und Noëlyn, Mitglieder des Kommunikationsteams, an den Lesenächten in Münster und Straßburg teil. Bei dieser landesweiten Veranstaltung in Frankreich besuchten sie zwei deutsch-französische Veranstaltungen: Wir berichten euch hier davon!
Am 22. Januar eröffnete Maïa in Begleitung von Lara die Feierlichkeiten in Münster. In den Räumlichkeiten der Universität Münster lasen Studierende der französischen Sprache und Literatur Texte zum Thema „Städte und Landschaften” auf Französisch und Deutsch vor. Das Ziel war es, dieses Ereignis mit den Mitgliedern unseres Vereins zu teilen, aber das war nicht das einzige! Maïa beteiligte sich aktiv daran, indem sie den Zuschauer*innen ein schönes Gedicht in französischer Sprache vorlas, eine heikle Übung, bei der es auf Aussprache und die Beherrschung der Liaison ankommt (man kann sagen, dass sie dies perfekt gemeistert hat).
Vor Beginn der Veranstaltung konnten Maïa und Lara die Organisatorin der Veranstaltung, Frau Vézinaud, Dozentin für Französisch an der Universität Münster, interviewen. Die Professorin weist während dieses Austauschs darauf hin, dass diese Veranstaltung zwei kulturelle Ereignisse miteinander verbindet: die Förderung des Lesens und die deutsch-französische Freundschaft durch den deutsch-französischen Tag. Sie legt besonderen Wert darauf, dies mit der Jugend zu teilen: „Da unsere Studierenden während ihres Studiums Interkulturalität erleben, (…) ist dies eine Möglichkeit, ihnen eine andere Facette des Französischstudiums zu zeigen, indem sie Texte entdecken und vor allem miteinander teilen.“ Eine inspirierende und belebende Aussage für die Fortsetzung des Sprachenlernens und die Förderung der deutsch-französischen Beziehungen im literarischen Kontext!
Am 23. Januar ist Noëlyn an der Reihe, an der Veranstaltung „der Abendstern! – Stimmen der zeitgenössischen deutschen Poesie“ in der National- und Universitätsbibliothek Straßburg teilzunehmen. Die vom Maison de la Poésie de Strasbourg organisierte Veranstaltung fand in zwei Teilen statt: zunächst wurden die aus Deutschland angereisten Dichterinnen Monika Rinck und Ulf Stolterfoht in Begleitung der KOOBOOKS-Verlegerin Daniela Seel vorgestellt, anschließend lasen sie aus ihren Werken.
Während des Gesprächs erklärt die Verlegerin, dass sie den Dichter*innen über ihren Verlag eine Plattform bieten möchte, um gegen die Veränderungen in der heutigen Gesellschaft anzukämpfen und an die Bedeutung des Lesens zu erinnern. So veröffentlicht sie die Werke von Herrn Stolterfoht, der in seinen Gedichten „Fachjargon recycelt” und damit eine antisemantische und anti-objektive Poesie schafft, sowie die Werke von Frau Rinck, die sich durch ein starkes poetisches Bewusstsein und eine besondere Wortwahl auszeichnet, die sich auf Geschichte oder populäre kulturelle Referenzen bezieht. Die Dichter*innen verrieten dann, was sie zum Schreiben anregt: Zwischen Wut, Vernunft, Spaß oder auch der Erstellung eines „Notizbuchs” fällt auf, dass die Quellen vielfältig sind. Der Übersetzer der Gedichte war ebenfalls anwesend und konnte seine Erfahrungen mit der Übersetzung der Gedichte ins Französische teilen: eine echte Herausforderung, die er dennoch als Vergnügen beschrieb. Nach diesem Austausch lasen die deutschen Dichter*innen ihre Werke vor; ein bereichernder Moment, geprägt von der Freude und Schönheit der deutschen Sprache.
